3D Taktik Guide

Grundlegendes

Im letzten Jahr eingeführt, präsentieren wir euch hier die neue Version des 3D-Taktik Guide für den FUSSBALL MANAGER 13. Dabei haben wir nur die Bereiche und Abschnitte angepasst, die sich im FM13 verändert haben, hauptsächlich waren dies die neuen bzw. nicht mehr vorhandenen Spielerfähigkeiten.
Es gibt im FM ein Fülle von möglichen Konstellationen, warum es manchmal läuft und manchmal nicht, und wie im realen Vorbild gehört dazu oft auch eine Portion Glück oder Zufall, wie man es gerade nennen mag.
Nahezu jeder Trainer musste bereits feststellen, dass nach großem Erfolg auch tiefe Täler durchschritten werden müssen, obwohl sich die Arbeit mit der Mannschaft, die taktische Ausrichtung und die Stimmung in der Truppe nicht geändert haben.
Dagegen kann man nicht immer direkt was tun, aber es gibt eine Reihe von taktischen Kniffen und Optionen, die dabei helfen können den Misserfolg zu minimieren.

Ein Konzept

Ein gutes, taktisches Konzept ist immer auf die vorhandenen Spieler zugeschnitten. Schon so mancher Trainer ist in seiner Laufbahn daran gescheitert, dass das vorhandene Spielermaterial die präzise ausgetüftelten Konzepte nicht umsetzen konnte. Da kann eine Abfolge von Laufwegen und Passrichtungen noch so glänzend auf dem Papier erscheinen, die Spieler müssen das auch umsetzen. Schon Rudi Völler wusste, dass man mit Beinen aus Malta keine brasilianische Spielweise einfordern kann. Ein Fußballfakt, der sich so auch auf den FM übertragen lässt. Daher muss die erste Frage lauten:

Wer seid ihr und was könnt ihr?

Ein guter Trainer kennt seine Mannschaft in- und auswendig. Welcher Spieler ist schnell, wer ist eher langsam, hat dafür aber vielleicht ein gutes Stellungsspiel? Welcher Fuß ist der starke Fuß, wer ist kreativ, wer hat eine gute Spielübersicht, kann mein Dribbler überhaupt mit nach hinten arbeiten, oder sind seine Defensivwerte zu schwach? Kann mein zentraler Mittelfeldspieler auf diesem Niveau wirklich die Spielmacherposition ausführen, oder überlaste ich ihn mit der Aufgabe, wenn er eh schon in einem kleinen Formtief steckt? Das sind die Dinge, über die sich ein Trainer beständig Gedanken machen muss. Doch bevor man derart ins Detail geht, verschafft man sich einen groben Überblick und stellt sich der sagenumwobenen:

Systemfrage

Schaut euch, sofern ihr euch nicht gleich einen komplett neuen Wunschkader zusammenkaufen könnt oder wollt, eure Spieler und deren Fähigkeiten genau an und erstellt dann für sie eine Grundformation, in der ihr sie auf den Platz schicken wollt. Hierbei gilt, dass Spieler nur dann ihr volles Potential abrufen können, wenn sie die ihnen zugedachte Position bereits beherrschen. Man sollte daher gut überlegen, wie vielen Spielern man zeitgleich eine neue Position beibringen möchte, oder ob es nicht sinnvoller wäre das ganz zu lassen und lieber die Position ein wenig verschiebt. Ist die Bank ausreichend der Positionen entsprechend bestückt? Ist es sinnvoll, drei Mittelstürmer aufzubieten, weil man drei gute Spieler für diese Position im Kader hat, oder ist man durch diese Konzentration defensiv zu anfällig? Ziel sollte es sein, eine homogene Formation zu erstellen, in der jeder Mannschaftsteil über eine Schlüsselfigur verfügt, und diese Schlüsselfiguren im Verbund dann die Achse bilden, um die andere Spieler eingesetzt werden und gegebenenfalls rotieren. Ein junger Flügelflitzer ohne nennenswerte Defensivqualitäten kann in der Rückwärtsbewegung besser kompensiert werden, wenn hinter ihm ein starker Verteidiger, oder ihm zur Seite ein zweikampf- und laufstarker DM postiert wird. Je ausgeglichener eure Startformation ist, desto weniger Schwachstellen tun sich auf.

Im Verlauf einer Saison kann es sehr hilfreich sein, wenn man sich direkt ein oder zwei Varianten seiner Grundformation überlegt, falls sich ein wichtiger Schlüsselspieler verletzt oder man auf internationaler Ebene zum Beispiel etwas vorsichtiger und defensiver agieren will, im nationalen Pokal gegen schwächere Gegner vielleicht mit mehr Zug zum Tor. Scheut euch nicht die Vorbereitung und weitere Testspiele für Experimente zu nutzen, es gibt immer Raum für Optimierungen. Habt ihr euch dann aber für ein oder mehrere Systeme entschieden, geht es ans Eingemachte.

Die Philosophie

Mal angenommen eure Wahl fiel auf das derzeit populäre 4-2-3-1, so müsst ihr euch überlegen, ob LM und RM eher als Flankengeber fungieren sollen für einen hoffentlich großen und kopfballstarken Mittelstürmer, oder ob sie per Dribbling selbst steil gehen und den Weg zum Tor suchen sollen.

Dabei sind natürlich ihre Fähigkeiten zu beachten, aber auch die Mitspieler, kommt es doch auf das Zusammenspiel an. Es wird nicht sehr erfolgversprechend sein, einen kleinen, schnellen Dribbler auf LM einzusetzen, wenn der benachbarte DM schlechte Passwerte hat und den Flügelflitzer so kaum in Szene setzt. Und wenn man eh ohne Flanken spielen möchte, wie sinnvoll ist dann ein klassischer Sturmtank vorne drin? Als Faustregel sollte gelten, dass man von seinen Spielern nur Dinge verlangt, die ihren Fertigkeiten entsprechen.

Die Fähigkeiten und ihre direkten Auswirkungen (Feldspieler)

Ballkontrolle
Legt fest, wie schnell ein Spieler einen freien Ball (nach einem Pass) unter Kontrolle bekommt und wie schnell er dann z.B. ein Dribbling einleiten kann.

Dribbling
Beeinflusst sowohl das Repertoire an Bewegungen, als auch die Wahrscheinlichkeit für deren Gelingen.

Torriecher
Primärwert von Schüssen im Strafraum. Beeinflusst die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Schuss am Torwart vorbei platziert werden kann.

Schusskraft
Beeinflusst linear die Härte eines Schusses.

Volley
Bestimmt das Gelingen von technisch anspruchsvollen Direktabnahmen.

Flanken
Beeinflusst Timing, Härte, Schärfe und Genauigkeit von Flanken wie auch die Wahrscheinlichkeit für deren Gelingen. Dazu gehört auch, ob der Spieler um einen Verteidiger herumflanken kann, oder ob die Flanke geblockt wird.

Kurzer Pass
Beeinflusst das Gelingen von kürzeren Pässen, so wie die Auswahl möglicher Passempfänger. Je höher dieser Wert, desto größer die Wahrscheinlichkeit eines riskanten Passes, der dann allerdings auch mit entsprechender Wahrscheinlichkeit ankommt.

Lange Pässe
Siehe Kurzer Pass, allerdings geht es hier entsprechend um längere Pässe.

Kopfballgenauigkeit
Bestimmt die Genauigkeit aller Kopfballabspiele und Abschlüsse.

Zweikämpfe
Bestimmt die wahrscheinlich eines Ballgewinns ohne Foulspiel.

Grätsche
Bestimmt den Entschluss und das Gelingen einer Grätsche.

Manndeckung
Beeinflusst wie schnell und wie genau der Verteidiger die ideale Position einnimmt, um seinen Gegenspieler aus dem Spiel zu nehmen.

Antritt
Regelt die Zeit, die ein Spieler benötigt, um seine Maximalgeschwindigkeit zu erreichen.

Schnelligkeit
Bestimmt die Maximalgeschwindigkeit.

Beweglichkeit
Fließt als Sekundärwert in Dribblings ein und beeinflusst die Geschwindigkeit von Richtungswechseln.

Sprungkraft
Regelt die mögliche Sprunghöhe.

Robustheit
Beeinflusst den Ausgang von Tacklings und Remplern sowie deren Abwehrversuchen (als ballführender Spieler).

Ausdauer
Beeinflusst die Geschwindigkeit des Frischeverlusts.

Balance
Sekundärwert für Dribbling, Ballkontrolle und sämtliche Spielerbewegungen in hoher Geschwindigkeit.

Stellungsspiel Offensiv
Je höher dieser Wert ist, desto schneller erkennt ein Spieler die für ihn angedachte Position auf dem Spielfeld, und umso genauer vermag er sie auch einzunehmen.

Stellungsspiel Defensiv
Wie beim offensiven Stellungsspiel, nur geht es hier um die ideale Position in der Verteidigung.

Übersicht
Bestimmt das Sichtfeld des Spielers und damit auch, welche Optionen er überhaupt erkennt. Ein hoher Übersichtswert führt zu kreativen und überraschenden Aktionen des Spielers.

Aggressivität
Fließt als Sekundärwert ins Tackling ein. Ein hoher Wert hier erhöht die Wahrscheinlichkeit von gewagten Tacklings. Bestimmt ebenfalls, ob ein Spieler generell eher zögerlich oder entschlossen zu Werke geht.

Reaktion
Bestimmt wie schnell sich der Spieler auf neue Spielsituationen einstellen kann.

Ruhe
Sekundärwert für verschiedene Aktionen wie z.B. Tacklings.

Konstanz
Beeinflusst die Wahrscheinlichkeit, mit der der Spieler Aktionen ausführt, die seinem allgemeinen Fähigkeitslevel (Positionsstärke, Einzelfähigkeiten) entsprechen.

Taktisches Verständnis
Bestimmt wie genau sich der Spieler an die taktischen Vorgaben hält.

Freistöße
Beeinflusst die Genauigkeit von Freistößen.

Ecken
Beeinflusst bei Ecken all die Punkte, die bei Flanken vom entsprechenden Flankenwert beeinflusst werden.

Elfmeter
Beeinflusst, wie platziert ein Elfmeter getreten werden kann.

Die Fähigkeiten und ihre direkten Auswirkungen (Torwartfähigkeiten)

Flugparaden
Beeinflusst die Antizipation des Torwarts. Je höher dieser Wert, desto genauer kann er die Flugbahn des Balls erahnen und zum Sprung ansetzen.

Fangsicherheit
Zentraler Torwartwert, der oft darüber entscheidet, ob es einen Abpraller gibt oder der Ball festgehalten werden kann.

Stellungsspiel
Regelt, wie genau und wie schnell der Torwart die für ihn sinnvolle und beste Position einnehmen kann.

Mann gg. Mann
Regelt das klassische Herauskommen des Torwarts und die Wahrscheinlichkeit dem Stürmer den Ball erfolgreich (und ohne Foulspiel) vom Fuß zu nehmen.

Reflexe
Bestimmt die Reaktionsgeschwindigkeit des Torwarts.

Abschläge
Regelt Genauigkeit und Weite von Abschlägen und Abwürfen.


Wie ihr seht, sind oft mehrere Fähigkeiten für die (mehr oder weniger) erfolgreiche Ausführung einer einzelnen Aktion entscheidend. Habt ihr beispielsweise einen schnellen Dribbler, der aber immer von einem Verteidiger abgelaufen wird, so kann das natürlich daran liegen, dass er aufgrund schlechter Fitness und mangelnder Frische nicht seine volle Geschwindigkeit abrufen kann, vielleicht verhindern aber auch seine Beweglichkeit und Ballkontrolle die rasche, saubere Mitnahme des Balls im Sprint. Hier kann nur über gezieltes Training Abhilfe geschaffen werden, bis dahin muss man wohl oder übel die Ansprüche an den eigenen Spieler zurückfahren, oder taktisch (vielleicht sogar personell) umstellen. Stimmen alle einfließenden Werte und der Spieler erreicht dennoch nicht sein übliches Niveau, so gibt es dafür weitere Möglichkeiten, die ihr (neben dem schnöden Glück oder dem nüchternen Zufall, die letztlich dafür sorgen, dass auch ein Gomez nicht jede Großchance nutzt) bedenken müsst:

Tagesform

Jeder Spieler verfügt über einen Formwert, der aus seinen Leistungen in den letzten Partien, seiner Performance im Training, aber auch aus seiner Moral etc. gespeist wird. Je geringer dieser Wert ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Akteur unter Wert verkauft. Dagegen hilft meist nur Training und behutsames Einsetzen, um die Form wieder zu erhöhen. Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings, dass ein Kicker bei überdurchschnittlichem Wert auch mal über Niveau agieren kann. Deshalb ist es wichtig das Leistungsvermögen eines Spielers nicht vorschnell zu beurteilen. Wie in der Realität auch, benötigt man nicht selten eine Reihe von Spielen gegen unterschiedliche Gegner, um einen Spieler genau einschätzen zu können. Auch Weltstars haben nicht nur schlechte Spiele, sondern schlechte Phasen. Verletzungen, Moralverluste und andere Dinge abseits des 3D-Spiels können zu einer solchen Phase beitragen.

Teamtaktiken

Teamtaktiken können nur dann umgesetzt werden, wenn die Formation es auch zulässt. Stehe ich mit Mann und Maus hinten drin, so kann eine Abseitsfalle schon aus Platzgründen nicht funktionieren. Wie soll meine Mannschaft aggressiv gegen den Ball pressen, wenn ich den Einsatz runtergeschraubt habe?
Wie soll direktes Kurzpassspiel stattfinden, wenn die Abstände zwischen den Spielern (vielleicht auch aufgrund der Laufwege) sehr groß sind? Der höchste Passspielwert bringt nichts, wenn keine Anspielstation auf dem Feld ist.
Gerade bei den vielen taktischen Feinoptionen gilt ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren und den Kopf ebenso wenig in den Sand stecken wie sich in eine Einstellung verbeißen, nur weil sie vielleicht mal erfolgreich war. Hier braucht es oftmals noch mehr Beobachtung über mehrere Spiele, als das bei Form und Fähigkeiten der Fall ist.

Flanken
Hier könnt ihr sowohl die Flankenposition, wie auch die Art der Flanke bestimmen. Allerdings gilt bei allen taktischen Anweisungen, dass letztlich der Spieler immer sowohl aus der Spielsituation heraus, aber auch entsprechend seinen Fähigkeiten entscheidet, ob er die Anweisung ausführen kann. Ein Spieler wird keine flache Flanke schlagen, wenn er davon ausgehen muss, dass diese abgeblockt wird. Ebenso wird er nicht früh aus dem Halbfeld flanken, wenn er keinen Abnehmer in Tornähe sieht oder aufgrund eines schwachen Flankenskills erreichen kann. Die Einstellungen sollten also zum Spieler, aber auch zum Spielsystem passen.

Passspiel
Auch hier habt ihr zwei Optionen, die Passlänge und die Passart. Beide Einstellungen beeinflussen die Entscheidung des Ballführenden, welcher Spieler wie angespielt wird. Direktspiel sollte beispielsweise nur eingefordert werden, wenn die Akteure über den nötigen Level verfügen, denn ein schlechter Passgeber wird sich trotz gegenteiliger Anweisung immer scheuen, einen scharfen Flachpass durch zwei Verteidiger zu spielen, wenn er keine Aussicht auf Erfolg sieht.

Spielrichtung
Wenn das Angriffsspiel neu aufgebaut wird, zum Beispiel beim Anstoß oder beim Abschlag des Torwarts, dann präferiert die Mannschaft die von euch eingestellte Seite(n). Es wird also im Spielverlauf nicht zwingend jeder Ball nach links gepasst, sondern auch hier entscheiden die Spieler je nach Situation, tendenziell werdet ihr allerdings feststellen, dass sie versuchen eurem Wunsch zu entsprechen. Natürlich sollte darauf geachtet werden, dass andere Einstellungen (wie Spielmacher) dazu passen, widersprüchliche Einstellungen heben sich meist auf oder sorgen für Chaos. Auch die Stärke der Spieler auf der favorisierten Seite ist zu beachten.

Abwehrreihe
An der Abwehrreihe orientiert sich die gesamte Mannschaft. Steht sie sehr tief, so wird auch das Mittelfeld und der Sturm etwas tiefer stehen als üblich, um keine zu großen Lücken zuzulassen. Hier wird häufig der Fehler begangen, dass die Einstellung der Abwehrreihe nicht auf die Laufwege des übrigen Teams abgestimmt ist. Wenn ihr euer Mittelfeld und eurem Angriff sehr offensive Laufwege einstellt und sie somit hoch postiert, dann entsteht unweigerlich viel Raum vor eurer Hintermannschaft, die dann relativ leicht ausgespielt werden kann, vor allen von Systemen mit drei Angreifen, die dann durch die Schnittstellen eurer Viererkette kombinieren. Ein weiterer häufig begangener Fehler besteht darin, die Abwehrreihe gegen einen offensiv starken Gegner sehr tief zu stellen, um eine knappe Führung oder ein Unentschieden ins Ziel zu retten. Das ist nicht selten eine Einladung für den Gegner, euer Team unter Dauerdruck zu setzen. Mit zunehmender Spieldauer wird der Kontrahent immer drastischer versuchen, das Spiel zu drehen, und wenn ihr euch einigelt und nicht mehr für Entlastung sorgt, dann ist der Gegentreffer oftmals nur eine Frage der Zeit. Erfolgversprechender wäre eine offensive Ausrichtung, vielleicht sogar mit aktivierter Abseitsfalle, um den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten und das Spiel nicht aus der Hand zu geben, getreu der alten Fußballweisheit: Wenn wir den Ball haben, dann kann der Gegner kein Tor schießen.

Pressing
Hier stellt ihr ein, ab wann aktiv gegen den Ball verteidigt und nicht mehr nur die Defensivposition eingenommen wird. Die weiten Wege gegen den Ball werden eure Kicker nur gehen können, wenn sie entsprechend fit und frisch sind und eure Einstellung „Einsatz“ entsprechend hoch ist.

Einsatz
Diese Einstellung regelt die Bereitschaft eurer Mannen, das Maximum an Laufarbeit abzurufen. Es ist nicht ratsam, dauerhaft mit hohem Einsatz zu spielen, denn bei müden Spielern steigt das Verletzungsrisiko, und eine platte Mannschaft wird sich einem fitten Gegner in den Schlussminuten wehrlos ergeben müssen. Achtet sehr genau darauf, wann ihr in einem Spiel die Zügel anzieht und wann ihr sie etwas lockerer lassen könnt.

Zeitspiel
Aktiviert ihr diese Option, so wird der ballführende Spieler alle anderen Anweisungen ignorieren und im Entscheidungsfall immer den sichersten Pass spielen. Das kann sehr wirksam sein, um die eigene Elf schon im Hinblick auf das nächste Spiel zu schonen, kann aber auch dazu führen, dass eurer Team hinten reingedrängt wird, ähnlich der sehr tiefen Abwehrreihe.

Sturmtank
Der Sturmtank wird sich tendenziell immer etwas früher nach vorn orientieren, wenn die eigene Mannschaft den Ball gewinnt, um vor dem Tor anspielbar zu sein. Das ist hilfreich, wenn ihr mit langen Bällen operiert oder mit Flanken von Außen arbeitet. Spielt ihr mit 2 Stürmern auf einer Linie, beispielsweise im klassischen 4-4-2, so empfiehlt es sich für den Sturmtank auch die Einstellung „Ohne Gegenspieler“ vorzunehmen, damit er bei Ballgewinn schon im freien Raum steht und sich nicht erst lösen muss.

Spielmacher
Der Spielmacher wird als Passempfänger von seinen Kameraden bevorzugt. Er sollte entsprechend starke Fähigkeiten haben, um die häufigen Ballkontakte zu nutzen. Bei einem ausgeglichenen Mittelfeld kann es ratsam sein, den Spielaufbau auf mehrere Häupter zu verteilen und keinen Spielmacher einzustellen.

Manndeckung
Abhängig von der Pressingeinstellung kümmert sich jeder Spieler im Verteidigungsfall gegen seinen logischen Gegenspieler. Wenn euch das nicht ausreicht und ihr einen Kontrahenten immer und besonders bewacht wissen wollt, könnt ihr diese Option nutzen. Beachtet aber, dass die strikte Deckung eines einzelnen Spielers auch Lücken reißen kann, wenn sich der Spieler fallen lässt oder auf die andere Seite ausweicht. Spielt ihr mit einer Viererkette gegen ein System mit einem einzelnen, zentralen Stürmer, so ist es sehr wirkungsvoll, einen Innenverteidiger mit der Manndeckung zu beauftragen. Die eventuell entstehende Lücke in der Abwehrkette kann man gut mit einem zurückgezogenen DM kompensieren.

Sonderbewachung
Diese Anweisung funktioniert im Prinzip wie die Manndeckung, jedoch wird nicht ein spezieller Spieler dafür abgestellt, sondern der nächst logische Gegenspieler, sofern er keine höher majorisierte Aufgabe hat. Diese Einstellung ist hilfreich gegen starke Flügelspieler oder effektive Spielgestallter.

Abstöße
Diese Einstellung regelt die Länge eines Abschlags. Zu beachten ist allerdings, dass sich eine Anspielstation im gewünschten Bereich befinden muss.

Ecken
Hier gilt das gleiche wie bei den Abstößen.

Abseitsfalle
Eine gut eingespielte Hintermannschaft kann mit Hilfe der Abseitsfalle auch einen starken Gegner zur Verzweiflung bringen. Damit das Spiel auf Abseits gelingen kann, müssen jedoch recht viele Faktoren berücksichtigt werden. Dazu zählen Teamwork, der Taktikwert der Abseitsfalle, aber auch das Stellungsspiel des einzelnen Spielers. Hat man eher langsame Innenverteidiger, die kaum einen Stürmer im Laufduell gefährlich werden können, so empfiehlt sich das Spiel mit der Abseitsfalle, immer im Einklang mit der Position der Abwehrreihe. Mauert ihr fast schon am eigenen Fünfmeterraum, ist für erfolgreiches Abseitsspiel kein Platz.


Wie ihr seht, ist eine einzelne Einstellungsmöglichkeit für sich allein betrachtet oft nicht so wirkungsvoll wie ein Verbund mehrerer, aufeinander abgestimmter Einstellungen. Die Spielrichtung kann nicht losgelöst vom Spielmacher oder den Spielerstärken betrachtet werden. Erfolgreiches Pressing auf dem ganzen Feld verlangt hohen Einsatz, hohe Flanken brauchen kopfballstarke Abnehmer und schnelles Kurzpassspiel eine eng stehende Formation mit ordentlichen Passwerten. Daher gilt: auch beim mickerigen Detail nicht das große Ganze vergessen.

Laufwege

Zunächst mal hat jeder Spieler auf dem Feld seine Position, an der er sich orientiert. Zuzüglich dazu besteht die Möglichkeit, ihm durch Laufwegspfeile eine offensive und eine defensive Zielposition zu geben.
Achtet darauf, dass die Zielpositionen für den Spieler auch erreichbar sind und der Abstand zur eigentlichen Position ungefähr gleich ist. Wenn ihr einen LM habt, der im Angriff in die Mitte zieht, um selbst abzuschließen, in der Verteidigung vor dem eigenen Sechszehner zentral aufräumen soll, warum spielt er dann LM? Wäre die Position ZM nicht viel angebrachter?
Wenn ihr LV und RV dauerhaft per Offensivpfeil auf die gegnerische Grundlinie schickt, dann ist es nicht verwunderlich, wenn sie nach wenigen Minuten völlig verausgabt sind und nicht mehr mit zurück laufen. Sinnvoller wäre es da auf LOV / ROV umzustellen oder eben diesen extremen Laufweg nur zeitweise, und auch nur für jeweils eine Seite zuzulassen.
Auch denkbar wäre die Verkürzung des Laufwegs auf die Mittellinie und den restlichen Weg über die individuelle Anweisung „Vorstöße“ zu regeln. Häufig werden auch die offensiven Wege sehr weit hochgezogen, die defensiven jedoch kurz belassen. Nahe liegend wäre hier, die Grundformation schon von Beginn an höher zu postieren.
Idealerweise liegt die Hauptposition also mittig zwischen den beiden Laufwegsendpunkten, denn so ist sichergestellt, dass beide Endpunkte gleich gut erreicht werden können. Für weite Wege sind hoher Einsatz und die damit verbundene Fitness und Frische unerlässlich.

Individuelle Anweisungen

Neben den allgemeinen Teamtaktiken und den Laufwegen kann man jedem Kicker noch ganz eigene Anweisungen mit auf den Weg geben, um die individuellen Stärken herauszuheben und die Schwächen zu kaschieren. Sowohl der Spielertyp wie auch die Fähigkeiten geben Aufschluss darüber, welche Anweisungen für einen Kicker sinnvoll sind und von ihm umgesetzt werden können.

Positionstreue
Hierbei handelt es sich um den Aktionsradius eures Spielers auf seiner Stammposition. Es empfiehlt sich, den kreativen Offensivkräften etwas mehr Raum zuzugestehen, damit sie ihr Spiel entfalten können. Spielt ihr mit zwei Innenverteidigern gegen eine zentrale Spitze und möchtet auf die Manndeckung verzichten, so könnt ihr den Wirkungskreis der Innenverteidiger vergrößern und somit die Lücke zwischen ihnen verkleinern.

Tacklings
Aggressive Tacklings zuzulassen bedeutet nicht automatisch, dass wie wild Foul gespielt wird. Diese Einstellung regelt die Bereitschaft zu einem riskanteren Tackling, zum Beispiel einer Grätsche bei größerem Abstand oder schwierigem Winkel. Ihr solltet nur wirklich guten Zweikämpfern eine aggressive Spielweise erlauben.

Vorstöße
Hier geht es um die Häufigkeit, mit der sich einzelne Spieler in den Angriff einbringen. Anstatt den Laufweg eures defensiven Mittelfeldspielers über das ganze Feld zu ziehen, könnt ihr seinen Offensivdrang besser über die Vorstoßoption regeln, denn so wird er nicht dauerhaft bei Ballbesitz zum OM, muss weniger laufen, bleibt länger fit und frisch und hinterlässt weniger Lücken in der Zentrale vor der Abwehr. Ebenfalls könnt ihr mit dieser Option eure starke Seite weiter unterstützen. Wenn eure bevorzugte Passrichtung rechts ist, so sollten da auch entsprechende Anspielstationen am Angriff beteiligt sein.

Flankenhäufigkeit
Um überhaupt eine Flanke schlagen zu können, muss der Flankenweg frei und ein Abnehmer erreichbar sein. Sind diese Bedingungen erfüllt, so könnt ihr mit dieser Option die Häufigkeit von Flanken regeln. Wollt ihr das Spiel eher kontrollieren, dann genügt die mittlere Einstellung. Muss kurz vor Schluss die Brechstange her, so könnt ihr die Flügelspieler feuern lassen, was das Zeug hält. Und ihr könnt verhindern, dass manch schwacher Techniker den Ball auf der Außenbahn zu lange hält, wenn ihr ihn beständig flanken lasst.

Geht steil
Sehr empfehlenswert, wenn ihr mit einer ungeraden Anzahl von Angreifern gegen eine Viererkette spielt, und einer (oder mehrere) von euren Stürmern einen deutlichen Schnelligkeitsvorteil hat. Auf der anderen Seite ist die Gefahr ins Abseits zu laufen natürlich erhöht, erst recht, wenn der Gegner die Abseitsfalle gezielt einsetzt.

Ball halten
Falls ihr aus taktischen Überlegungen eher tief steht und im Sturm auf einen Einzelkämpfer gesetzt habt, so könnt ihr den Mitspielern durch diese Einstellung die Zeit verschaffen, um aufrücken zu können. In Verbindung mit schussgewaltigen Mittelfeldspielern kann das sehr effektiv sein, wenn der Stürmer den Ball lange hält und dann vor dem Sechzehner ablegt. Natürlich sollte der Stürmer über die nötige Ballfertigkeit und Robustheit verfügen, um den Ball behaupten zu können.

Dribbling
Diese Einstellung ermutigt den Spieler das direkte Duell zu suchen. Viele Spieler sind gemäß ihres Typs und ihrer Fertigkeiten allerdings von Haus aus schon so sehr darauf geeicht, mit dem Ball am Fuß nach vorn zu preschen, dass dieser Haken nicht zwingend gesetzt werden muss, denn manchmal wäre ein Pass die bessere Entscheidung.

Ohne Gegenspieler
Diese Anweisung erlaubt dem Spieler die freie Bewegung in der Defensive. Er kann sich unabhängig vom Gegner rein an seiner Position oder an seinem Laufweg orientieren. Das ist wirkungsvoll, wenn euer Stürmer ansonsten sehr gut abgeschirmt wird oder wenn ihr euren Spielmacher nicht mit Defensivaufgaben betreuen wollt. Bedenkt jedoch, dass das Setzen dieser Option eine Schwächung der Abwehrarbeit bedeutet.

Bei Standards mit nach vorne
Habt ihr kopfballstarke Verteidiger, so könnt ihr diese bei Ecken oder indirekten Freistößen mit Chance auf einen Kopfball in den Sechzehner bestellen. Es kann jedoch passieren, dass sie für den Rückweg mehr Zeit brauchen als euch lieb ist. Wählt entsprechend vorsichtig, wer sich da alles im Strafraum tummeln soll. Wie schnell ist man in einen Konter gelaufen...

Fernschüsse
Diese Einstellung ist dem Dribbling sehr ähnlich. Manche Spieler haben ohnehin die Neigung aus der zweiten Reihe abzuschließen, da ihre Schusswerte deutlich besser sind als Dribbling oder Passspiel. Wenn ihr einen solchen Spieler habt, dann kann es schnell zu viel des Guten sein, wenn ihr ihm diese Option auch noch aktiviert, denn dann macht er vielleicht nichts anderes mehr.

Jetzt hab ich alles gemacht!

Und es reicht noch immer nicht. Denn die künstliche Intelligenz auf der anderen Seite des Bildschirms lässt sich nicht bereitwillig abschlachten, sie wehrt sich so gut sie kann. Und sie hat alle Einstellungen zur Verfügung, die ihr auch habt und nicht selten berichten uns FM-Fans frustriert, dass sie in den letzten Minuten sicher geglaubte Siege noch aus der Hand gegeben haben.

Die KI schläft nicht, auch nicht in der 90. Minute

Die KI passt ihre Taktik beständig dem Spielverlauf an. Nimmst du eine Auswechslung vor, analysiert sie die Veränderung und ergreift ihrerseits Maßnahmen. Liegt sie zurück, will das Spiel aber gewinnen, so wird sie immer mehr Risiko gehen und Druck ausüben, bis sie hat was sie will. Deshalb ist es wichtig, das Spiel zu beobachten, sein eigenes Spiel anzupassen und vielleicht auch den Lieblingsspieler auszuwechseln, wenn er seine Leistung nicht bringt oder schon müde ist. Außerdem ist nicht jeder Gegner gleich. Manchem Team könnt ihr euer Spiel aufdrücken und sie sind chancenlos, manchmal seid aber auch ihr es, die das Konzept überdenken und andere Mittel finden müssen. Und manchmal hilft auch alles nichts, und man kann nur Andreas Brehme beipflichten: „Hast du Scheiße am Fuß, hast du Scheiße am Fuß.

Aber ich will doch nur spielen!

Und genau dafür gibt es den Co-Trainer, dem du alle mannschaftstaktischen Aufgaben zuweisen kannst. Er arbeitet auf die gleiche Weise wie die künstliche Intelligenz, so dass du dich entspannt zurück lehnen und dich um die zahlreichen anderen Betätigungsfelder im FM kümmern kannst, ohne auf die Darstellung der Matches in 3D verzichten zu müssen.

Viel Spaß und viel Erfolg

FM13

© 2014 Electronic Arts Inc. EA, EA SPORTS, and the EA SPORTS logo are trademarks or registered trademarks of Electronic Arts Inc. in the U.S. and/or other countries. All Rights Reserved. Official FIFA licensed product. "© The FIFA Brand OLP Logo is a copyright and trademark of FIFA. All rights reserved." Manufactured under license by Electronic Arts Inc. The Premier League Logo © The Football Association Premier League Limited 1996. The Premier League Logo is a trade mark of the Football Association Premier League Limited and the Premier League Club logos are copyright works and registered trade marks of the respective Clubs. All are used with the kind permission of their respective owners. Manufactured under licence from the Football Association Premier League Limited. No association with nor endorsement of this product by any player is intended or implied by the licence granted by the Football Association Premier League Limited to Electronic Arts. Player names and likenesses used under license from The International Federation of Professional Footballers (FIFPro), national teams, clubs, and/or leagues. All sponsored products, company names, brand names, logos, stadia, sponsor's names and other trademarks are the property of their respective owners.